Am 24. Mai 2022 organisierte das Project Sunflowers das Webinar über die Rechte der Opfer vor dem Internationalen Strafgerichtshof, den aktuellen Stand der Situation in der Ukraine und was Opfer in diesem Stadium tun können. Referent war Philipp Ambach, Ph.D., Leiter der Sektion Opferbeteiligung und Wiedergutmachung (VPRS) beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). Die Einführung wurde von Matthew Gillett, Ph.D. gegeben, einem erfahrenen internationalen Anwalt bei der Untersuchung und Verfolgung von Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord. Philipp Ambach begann mit der Einführung der von ihm geleiteten Abteilung der Kanzlei und konzentrierte sich dann auf die Unterschiede zwischen den Rollen und Mandaten der Staatsanwaltschaft (OTP) und der Kanzlei, die Definition von „Opfern“ beim IStGH und ihre Rechte. Er unterstrich auch den Unterschied zwischen dem Geltungsbereich einer „Situation“ (sehr groß) und dem Geltungsbereich von „Fällen“ (normalerweise sehr eng) vor dem IStGH. Der Redner sprach über die Unterschiede zwischen Opfern und Zeugen, das Opferantragsformular sowie über Sicherheits- und Vertraulichkeitsfragen.

Das Webinar wurde auf Englisch mit Simultanübersetzung ins Polnische und Ukrainische durchgeführt. Bitte sehen Sie sich die Zusammenfassung des Webinars an.
Am 19. Mai 2022 organisierte das Project Sunflowers das Webinar zum Sammeln von Informationen über Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und andere Gräueltaten, die seit dem 24. Februar 2022 in der Ukraine begangen wurden. Es war ukrainischen Anwälten gewidmet, insbesondere solchen, die sich in Polen aufhalten. Die Rednerin war Anna Adamska-Gallant, Ph.D., ehemalige internationale Richterin im Kosovo, Leiterin der Justizkomponente der EU Pravo Justice in der Ukraine. Die Einführung wurde von Mykhaylo Shepitko, Professor für Strafrecht an der Yaroslav Mudryi National Law University, und Oksana Senatorova, Ph.D., einer Gründerin und Direktorin der NGO „Center for International Humanitarian Law and Transitional Justice“ (CIHLTJ), Assoziierter Professor der Abteilung für Völkerrecht an der Yaroslav Mudryi National Law University, gegeben. Anna Adamska – Gallant betonte, wie wichtig es ist, Informationen über Gräueltaten zu sammeln, die während des Krieges von Anfang an begangen wurden. Sie verwies auf ihre Erfahrungen auf dem Balkan, wo ein erheblicher Teil der Ermittlungen in Fällen von Kriegsverbrechen auf der Grundlage von Berichten von Aktivisten von Nichtregierungsorganisationen eingeleitet wurde. Gleichzeitig enthielten große Mengen dieser Berichte zwar allgemeine Informationen über die Ereignisse, stellen jedoch keine ausreichenden Details und Kontaktdaten potenzieller Zeugen vor. Infolgedessen war es nicht möglich, Strafverfahren zu führen, die es ermöglichen würden, die Täter für begangene Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. Daher ist die Qualität solcher Berichte von entscheidender Bedeutung, um für Gerechtigkeit zu sorgen. Prof. Mykhaylo Shepitko und Oksana Senatorova, Ph.D. betonte die Bedeutung der Entwicklung eines standardisierten Ansatzes und einer Methodik für die Sammlung von Informationen sowie der Bereitstellung geeigneter Schulungen.

Das Webinar wurde auf Ukrainisch durchgeführt. Das Webinar wurde nicht aufgezeichnet.
Am 24. März 2022 organisierte das Project Sunflowers das Webinar zum Sammeln von Beweisinformationen und Opferrechten in Bezug auf Gräueltaten, die seit dem 24. Februar 2022 in der Ukraine begangen wurden. Die Referenten waren Matthew Gillett, Ph.D., erfahrener internationaler Anwalt für die Untersuchung und Verfolgung von Kriegen Verbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord, und Marina Lostal, Ph.D, Spezialistin für die Rechte der Opfer im Völkerrecht und den Schutz des kulturellen Erbes in bewaffneten Konflikten. Matthew Gillett stellte die rechtlichen und praktischen Erwägungen vor, die für die Untersuchung solcher Vorkommnisse relevant sind, darunter: wann Informationen gesammelt werden sollten, bewährte Praktiken für das Sammeln von Informationen von Zeugen und Opfern und die Handhabung und Verarbeitung gesammelter Informationen. Marina Lostal skizzierte die wichtigsten Überlegungen zu ihrer Qualifikation als Opfer und die Regeln und Praktiken für Opferentschädigungen.

Das Webinar wurde auf Englisch mit Simultanübersetzung ins Polnische durchgeführt. Bitte sehen Sie sich die Zusammenfassung des Webinars an.